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Chirotherapie - Akupunktur - Notfallmedizin
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Die Chirotherapie in der Urform ist eine sehr alte Behandlungsmethode. Bereits die Inder hatten noch vor den alten Griechen erkannt, dass man mit Handgriffen wirbelsäulenbedingte Krankheiten behandeln kann. Die moderne Chirotherapie wurde aus Elementen der Osteopathie und der Chiropraktik entwickelt und seitdem ständig verbessert.

Der ursprüngliche Gedanke der Chirotherapie ist das Auffinden und wieder zurechtsetzen von Wirbelverschiebungen, um geklemmte Rückennerven wieder freizubekommen. Die Wirbel werden mit den Händen in verschiedenen Grifftechniken behandelt (deshalb Manuelle Medizin).

Der moderne zentrale Begriff in der Chirotherapie ist die sogenannte "Blockierung". Hierbei ist gemeint, dass ein Gelenk eine Minderbeweglichkeit aufweisen kann, welche das Gelenkspiel einschränkt oder aufhebt. Diese Blockierungen sind reversibel, was bedeutet, dass sie mit bestimmten Griffen der Chirotherapie rückgängig gemacht werden können. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine ordentliche und genaue Diagnostik. Die Diagnose erfolgt durch genaue Untersuchung von Hand, wobei der erfahrene Chirotherapeut gezielt die Problemzonen ertasten oder mit wenigen Untersuchungen erkennen kann.

Die Beschwerden und Ursachen, welche durch Blockierungen ausgelöst werden können, sind vielschichtig und nicht unbedingt sofort erkennbar. So gehören außer den typischen Rückenschmerzen von Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule auch Kopfschmerzen, Schwindel, ausstrahlende Nervenschmerzen im Bereich der Schultern, Arme und Beine, Muskelschmerzen und subjektiv gefühlte Herzschmerzen dazu. Sehr oft bestehen Blockierungen schon sehr lange. Eine länger bestehende Blockierung zieht in der Regel weitere Blockaden nach sich, so dass schließlich an der Wirbelsäule und an den Gelenken zahlreiche Blockierungen vorhanden sein können. So kann es erforderlich sein, dass chirotherapeutische Griffe in mehreren Sitzungen durchgeführt werden müssen.

Die tatsächlichen Behandlungsrisiken der Chirotherapie sind sehr gering. Leider bestehen immer noch große Vorurteile und falsche Vorstellungen über die Chirotherapie. Dabei wird übersehen, dass die heutige Chirotherapie inzwischen wissenschaftlich etabliert und fundiert ist und sich doch erheblich von den früher ausgeübten Methoden unterscheidet. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten noch erheblich verbessert und gehört heute zu den schonenden medizinischen Behandlungsmethoden.

Allerdings gibt es auch Menschen, bei denen die Methode nicht oder nur sehr eingeschränkt angewendet werden sollte, z.B. bei bestehender Osteoporose, persönlicher Abneigung gegen diese Methode sowie bösartigen Erkrankungen in der Vorgeschichte.

Aus unserer Sicht ist die Manuelle Medizin eine sehr nützliche Methode, mit deren Hilfe vielen Patienten schnelle Hilfe bei akuten und chronischen Schmerzzuständen geleistet werden kann. Dennoch ist sie oft keine alleinstehende Heilmethode und muss oft in Kombination mit anderen naturheilkundlichen und schulmedizinischen Verfahren eingesetzt werden. Es kann manchmal auch zunächst eine Schmerztherapie im Vordergrund stehen, bevor Grifftechniken angewendet werden können.

Die Zusatzbezeichung Chirotherapie ist in der Weiterbildungs - und Gebührenordnung der Ärzte aufgenommen und setzt eine Ausbildung in den Ärzteseminaren der Gesellschaft für Manuelle Medizin voraus.